2.079.027 Millionen Mitglieder treiben in den 5682 Vereinen in Württemberg Sport. Das sind so viele wie noch nie und ein guter Beleg dafür, dass das Angebot der Sportvereine attraktiver denn je ist. Damit sie auch künftig im Vergleich mit anderen Sportanbietern überzeugen können, brauchen sie aber auch moderne, funktionale und vor allem ausreichend verfügbare Sportstätten.
In diesem Jahr unterstützt der WLSB deshalb 400 Vereine beim Neubau oder der Ertüchtigung vorhandener Sportstätten unterstützt. Das Investitionsvolumen der insgesamt 459 geförderten Bauprojekte umfasste dabei über 64 Millionen Euro. Die Bandbreite reichte dabei vom Neubau eines Clubhauses oder eines Sportvereinszentrums über die energetische Sanierung von Umkleideräumen bis hin zur Modernisierung technischer Anlagen wie Heizungen oder Flutlichtanlagen. Der WLSB bewilligte dafür insgesamt 8.591.890 Euro und damit etwa 600.000 Euro mehr als im vergangenen Jahr.

Baukosten sind 2017 und 2018 um fast zehn Prozent gestiegen

Für WLSB-Hauptgeschäftsführer Heinz Mörbe ist diese erfreuliche Entwicklung auf den dritten Solidarpakt für die Zeit zwischen 2017 und 2021 zurückzuführen. „Die zusätzlichen Mittel durch den Solidarpakt III wirken. Das ist sehr positiv", sagt Mörbe. Allerdings mache den Sportvereinen auch der bislang ungebremste Boom im Baugewerbe zu schaffen: „Dadurch sind die Preise erheblich gestiegen und das frisst das Mehr an Zuschüssen schlichtweg wieder auf. Teilweise sogar noch mehr", erklärt der Hauptgeschäftsführer.
Diese Einschätzung untermauern auch die Zahlen des Statistischen Landesamtes. Seit 2015, als der Solidarpakt zwischen der Landesregierung und den Sportorganisationen im Land ausgehandelt wurde, sind die Baukosten um 14 Prozent gestiegen. Gerade in den letzten beiden Jahren machten sie geradezu riesige Sprünge. Von 2017 auf 2018 erhöhten sie sich um fünf Prozent, auf 2019 um weitere vier Prozent.

Soli IV darf Förderung des Soli III nicht unterschreiten

„Angesichts dieser gewaltigen Steigerungen dürfen wir im Solidarpakt IV nicht hinter den Solidarpakt III zurückfallen", bekräftigt Mörbe. Vor allem warnt er davor, dass die seinerzeit vereinbarte Aufstockung der Sportstättenbauförderung über vier Millionen Euro nun zu Projektmitteln umdeklariert wird, um Kunstrasenplätze sanieren zu können. Das hatte vor den Sommerferien Kultus- und Sportministerin Susanne Eisenmann ins Spiel gebracht.
Für Mörbe wäre das ein schmerzlicher Rückschritt im Bemühen, die Lage in der Vereinssportstättenbauförderung nachhaltig zu verbessern. Denn: „Durch die Mehrmittel aus dem Soli III haben sich die Wartezeiten bis zur Bewilligung von Zuschüssen zwar deutlich verkürzt. Aber wir müssen die Förderung noch immer deckeln und sind deutlich von der eigentlichen 30-prozentigen Zuschussquote entfernt", stellt Heinz Mörbe klar.

 

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Thomas Müller
Pressesprecher
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