Die Württembergische Sportjugend (WSJ) hat am 21. März zehn Jugendmitarbeiter aus ganz Baden-Württemberg für deren herausragendes Engagement im Sportverein ausgezeichnet. Die sogenannten VORBILDER 2018 wurden bei einer feierlichen Gala in der Landesbausparkasse Südwest in Stuttgart geehrt. Sie erhielten jeweils die Trophäe VICTOR sowie Gutscheine im Wert von 1000 Euro.

Dr. Joachim Herrmann, Geschäftsführer des Sparkassenverbands Baden-Württemberg, betonte im Gespräch mit Moderatorin Regina Saur die Bedeutung des Ehrenamts. „Für uns ist es extrem wichtig, hier bei der Preisverleihung ein Zeichen zu setzen für das Ehrenamt, für den Sport.“ Dem Wettbewerb sagt er weitere Unterstützung zu. „Die Förderung geht natürlich weiter“, so Herrmann.

Überreicht wurden die Preise von den Triathleten Stefanie Kuhnert und Michael Göhner sowie von Schwimmer Philip Heintz. Die Preise im Wert von je 1000 Euro stellten die Firmen AOK, JUFA und Stanno zur Verfügung. Weitere Förderer der Preisverleihung waren Victorinox und die SportRegion Stuttgart.

 

Die VORBILDER 2018 aus Württemberg

Sven Albrecht (Judozentrum Heubach)

Für Sven Albrecht sind 30 Stunden Ehrenamt pro Woche für seinen Verein fast normal. Seinem Ehrgeiz und seinem fast grenzenlosen Engagement ist es zu verdanken, dass innerhalb der letzten 18 Jahre aus einem kleinen württembergischen Verein ein leistungsstarkes Judozentrum geworden ist. Aber das ist noch nicht alles. Im Jahre 2007 wurde er selbst Judoeuropameister der über 30-jährigen. Drei Jahre später belegte er gar den dritten Platz bei den Judo-Weltmeisterschaften.

Maria Laura Alvarez-Ugarte (TC RW Tuttlingen)

Aus dem Nichts eine neue Sportart in den Verein einführen und eine zugehörige Abteilung aufbauen? Undenkbar! Doch nicht für Maria Laura Alvarez-Ugarte. Zusammen mit ihrem Mann hat sie die Sportart Hockey beim TC Rot-Weiss Tuttlingen eingebracht. Die Abteilung besteht heute aus ca. 110 Mitgliedern. Dabei folgt all ihr Tun dem Ziel „Freude durch und mit dem Hockeysport stiften und Werte vermitteln“. Dabei weiß sie genau wovon sie spricht, denn sie selbst ist mehrfache Gewinnerin der spanischen Hockeymeisterschaft.

Daniel Baudis (VfB Stuttgart)

Daniel Baudis ist „Mr. Hockey“, da er alles über diese Sportart weiß, er ist „Mr. VfB“, da er dort alle Kinder kennt und schließlich ist er Mr. Zuverlässigkeit. Seit über 25 Jahren ist Daniel Baudis der Hockeyabteilung des VfB Stuttgart zutiefst verbunden. Seine aktive Karriere musste er wegen einer schweren Knieverletzung viel zu früh aufgeben. Doch seither ist Daniel immer da, wenn er gebraucht wird – egal zu welcher Tages- und Nachtzeit. Denn für ihn bedeutet Vereinsleben nicht nur „Nehmen“, sondern vor allem auch „Geben“.

Nane Frank (TSV Grafenau)

Mit elf Jahren schon ehrenamtlich aktiv sein? Gibt’s nicht? Doch. Denn mit elf Jahren begann Nane Frank ihren Vater als Übungshelferin in zwei Turngruppen zu unterstützen. Doch auch ihrer Mutter konnte und wollte sie bereits unter die Arme greifen. Deshalb unterstützt sie sie bei der Organisation der Kindersportschule, indem sie beispielsweise Gruppenlisten erstellte. Inzwischen betreut sie mehrere Gruppen im Kinderturnen und der Respekt und die Anerkennung des Nachwuchses ist ihr sicher.

Gerhard Göker (TSV Niedernhall)

Seit 1978 findet man Gerhard Göker mindestens zweimal pro Woche in der Turnhalle, um den Mädchen des TSV Freude am Leistungsturnen zu vermitteln. Für all die von ihm betreuten Kinder ist er jedoch nicht nur Trainer, sondern vielmehr Kumpel und väterlicher Freund. Viele seiner ehemaligen Turnerinnen und Faustballspielerinnen sind in seine Fußstapfen getreten und ließen sich selbst zu Trainerinnen und Kampfrichterinnen ausbilden. Und nicht zuletzt sind viele Neuerungen beim TSV Niedernhall unweigerlich mit dem 75-Jährigen verbunden – vom Anlegen der Faustballfelder über die Erstellung einer Jugendordnung bis hin zur Gründung des Kochertalstützpunktes für Turnen und Leichtathletik.

Kerstin Grießer (Radfahrverein Wellendingen)

Mit immer neuen Ideen und Vorschlägen trainiert und betreut Kerstin Grießer im Moment dreimal pro Woche über 30 Kinder und Jugendliche. Sie lebt die Begeisterung für das Einradfahren jede Woche aufs Neue vor und zieht so die Kinder mit. „Es gibt nichts, was man mit Engagement nicht schaffen kann!“ ist ihr Motto. Ihre größte Errungenschaft im Verein ist wohl das zweitägige Einrad-Event. Zu dieser, im Jahre 2018 bereits zum fünften Mal durchgeführten Veranstaltung, kommen inzwischen über 100 Einradfahrer aus ganz Deutschland, um sich von lizensierten Trainern in der Praxis, zu Neuheiten und mit Blick auf neue Tricks ausbilden zu lassen.

Roland Krimmer (KTSV Hößlinswart)

„Feuer und Flamme für die olympische Idee“ – das ist Roland Krimmer. Im Sinne des olympischen Gedankens steht bei ihm nicht nur der Schießsport selbst an erster Stelle, sondern vielmehr auch die Vermittlung von Werten, ein faires Miteinander und der respektvolle Umgang mit den Kontrahenten. Seit 24 Jahren setzt er sich für die Verbreitung dieser Idee, für die Förderung der Erziehung und der Jugendhilfe und für die Begegnung zwischen Deutschen und Ausländern ein. Durch seine jahrelange Erfahrung in verschiedenen Positionen schaffte er es, für zahlreiche junge Menschen bestmögliche Trainingsbedingungen zu schaffen.

Wolfgang Lohse (TSV Betzingen)

83 Jahre und noch kein bisschen müde. Das ist Wolfgang Lohse. Für ihn ist Tischtennis nicht nur ein Sport, sondern vielmehr eine Lebenseinstellung, und mitunter auch Familienersatz. Daher ist er nach wie vor mindestens drei Mal pro Woche als Trainer im Einsatz – etwa zwölf Stunden jede Woche. Bis heute begeistert er Kinder und Jugendliche für den Tischtennis-Sport. Zwischen 1984 und 1997 führte er seine Mannschaften zum Gewinn süddeutscher und deutscher Meistertitel, und zwar in allen 4 Altersklassen. Zudem organisiert er Freizeiten und Fahrten zu internationalen Jugendturnieren oder initiiert Partnerschaften mit vielen Vereinen aus unterschiedlichen Ländern, z.B. Israel, Österreich oder Spanien.

Philipp Vorhauer (SV Baltringen)

„Es kann kommen was will, ich schaffe es!“. Nach diesem Motto lebt und wirkt Philipp Vorhauer. Von dieser positiven Einstellung profitiert selbstverständlich auch sein Verein, der Sportverein Baltringen. Bereits seit 2011 ist er Jugendsprecher der Abteilung Gymnastik und stellvertretender Jugendsprecher des Gesamtvereins. Überdies ist er seit 2012 als Trainer in der Gymnastikabteilung im Einsatz. Doch damit nicht genug. Ein Jahr später rief er auch die überaus erfolgreiche Jazztanzgruppe „Choosers“ ins Leben, seit 2017 eine weitere Showtanzgruppe mit Sportlern im Alter von 18 bis 26 Jahren.

 

Das VORBILD 2018 aus Baden

Britta Baumann (TSV Ettlingen – Basketball)

Britta Baumann ist zwar erst 48 Jahre alt, aber dennoch schon seit unglaublichen 34 Jahren als Basketballtrainerin im Kinderbereich sowie als Schiedsrichterin in verschiedenen Vereinen engagiert. Angetrieben von Offenheit und Neugier möchte sie Kinder fördern, zu einer gesunden Lebensweise animieren, den Teamgedanken fördern und gemeinsame Erlebnisse ermöglichen. Und dieses Engagement trägt Früchte: Viele ihrer ehemaligen Spieler und Spielerinnen sind ihrem Vorbild gefolgt und engagieren sich selbst als Trainer oder Schiedsrichter.

 

Ansprechpartner

Thomas Müller
Pressesprecher
Tel. 0711 / 28077-186
Fax 0711/ 28077-101
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