Fünf Verbände, ein Ziel: Der Württembergische Landessportbund (WLSB), die Schwimmverbände aus Baden und Württemberg (BSV und SVW) sowie die beiden DLRG-Landesverbände haben die „Bäderallianz Baden-Württemberg“ ins Leben gerufen. Die Initiative setzt sich dafür ein, das Bädersterben im Land endlich aufzuhalten. „Seit 2007 sind im Südwesten 59 Bäder geschlossen worden, in etlichen weiteren Städten und Gemeinden wird, teils seit Jahren, um den Erhalt kommunaler Bäder gerungen. Damit nicht noch mehr Bäder dichtmachen, muss dringend gehandelt werden“, sagt WLSB-Präsident Andreas Felchle.

Die Bäderallianz fordert die Landesregierung auf, endlich ein politisches Zeichen zu setzen und den Kommunen unter die Arme zu greifen. „Ausgehend von einem bundesweit geschätzten Sanierungsstau von 14 Milliarden Euro gehen wir in Baden-Württemberg von einem Bedarf von über zwei Milliarden Euro aus. Angesichts dieser Summe darf das Land die Städte und Gemeinden bei dieser gewaltigen Aufgabe nicht allein lassen“, stellt Martin Rivoir, Präsident des Schwimmverbandes Württemberg, klar.

Die Verbände verlangen in einem Positionspapier, Schwimmbäder wieder dauerhaft in die kommunale Sportstättenbauförderung aufzunehmen und den aktuell vorhandenen Sanierungsstau bei den Bädern mit einem Sanierungsfonds in Höhe von 100 bis 250 Millionen zu entschärfen. Schließlich müsse es auch im Interesse des Landes liegen, dass Schüler den im Lehrplan geforderten Schwimmunterricht überhaupt absolvieren oder Senioren sich im Hallenbad fit halten können, heißt es bei der Bäderallianz.

Um den Fortbestand von Hallen- oder Freibädern bangen derweil nicht nur die Bürger in Pforzheim, Sigmaringen oder Tauberbischofsheim. In Ludwigsburg musste vor kurzem gar die landeseigene Sport- und Schwimmhalle der Pädagogischen Hochschule wegen Einsturzgefahr dauerhaft gesperrt werden. „Dass nun auch das Sportstudium und die Lehrer-Fortbildungen des Landesinstituts für Schulsport unter der maroden Bausubstanz leiden, ist der vorläufige und traurige Höhepunkt in der Entwicklung der vergangenen Jahre“, erklärt WLSB-Präsident Felchle.

Die Folgen des schleichenden Niedergangs der Hallen- und Freibäder im Land sind heute schon besorgniserregend. „Nach Erhebungen unseres Bundesverbandes können sechs von zehn Kindern am Ende der Grundschulzeit nicht sicher schwimmen. Und jede vierte Grundschule hat keinen Zugang zu einem Bad“, erklärt Armin Flohr, Präsident des DLRG-Landesverbands Württemberg. Hinzu komme: Wenn es immer weniger Bäder gebe, schrumpfe zwangsläufig auch die Zahl der Schwimmkurse von DLRG, Schwimmvereinen oder privaten Anbietern. Noch weniger Kinder lernten dann, sich sicher im Wasser fortzubewegen. „Das ist ein Teufelskreis, aus dem Baden-Württemberg endlich ausbrechen muss“, stellt der württembergische DLRG-Präsident klar. Denn die Nichtschwimmer-Kinder von heute seien die Nichtschwimmer-Eltern von morgen.

Kontakt Bäderallianz:
Christina Kaiser, Schwimmverband Württemberg, Tel.: 0711 / 28077-430,
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oder

Markus Mang, DLRG Württemberg, Tel.: 0711 / 953950-11,
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Ansprechpartner

Thomas Müller
Pressesprecher
Tel. 0711 / 28077-186
Fax 0711/ 28077-101
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