Die Zukunft des Bildungszeitgesetzes in Baden-Württemberg war eines der zentralen Themen beim Landessportbundtag des Württembergischen Landessportbundes (WLSB). Präsident Andreas Felchle machte gestern (23. Juni) in seiner Ansprache in der Stadthalle Balingen deutlich, dass das Gesetz und insbesondere dessen Regelungen für Fortbildungen im Ehrenamt nicht angetastet werden dürfen. "Berufliche Anforderungen wie Mobilität und Flexibilität erschweren ehrenamtliches Engagement, von der Teilnahme an Fortbildungen ganz schweigen. Dabei profitieren auch die Unternehmen von den Qualifikationen, die die Menschen dort erwerben und ein starkes Ehrenamt gilt inzwischen als Standortfaktor, von dem auch die Wirtschaft profitiert", sagte Felchle. Unter dem Beifall der 250 Delegierten forderte er Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut auf: "Das Bildungszeitgesetz ist für den Sport sehr sehr wichtig. Versuchen Sie, dass das, was aufgebaut wurde, unangetastet bleibt."

Ministerin Hoffmeister-Kraut bekundete als Vertreterin der Landesregierung ihre großen Sympathien für den Sport, mochte jedoch keine Zusage machen: "Wir müssen die Gesamtsituation sehen, es ist ein umfangreiches Verfahren." Momentan laufe noch die Evaluierung. "Ich hoffe bis zum Ende des Jahres auf ein Ergebnis, danach werden wir in die Diskussion eintreten", beschrieb die Ministerin den zeitlichen Ablauf.

Auch Elvira Menzer-Haasis, Präsidentin des Landessportverbandes Baden-Württemberg (LSV), hob das Bildungszeitgesetz als wichtigen Baustein für die hohe Qualität der Trainer, Übungsleiter und ehrenamtlichen Mitarbeiter hervor: "Sie sind das Rückgrat unserer Vereine. Ich hätte kein Problem damit, wenn die Politik eine Lösung nur für den Sport findet."

In Richtung der Kommunen betonte WLSB-Präsident Andreas Felchle zudem: "Vereinsförderung ist keine gesetzliche Verpflichtung, aber sie ist eine wichtige Förderung der Gesellschaft." Denn schließlich seien Sportvereine und ihre Aktivitäten auch ein Standort- und Bindungsfaktor in den Städten und Gemeinden.

Eine ganz besondere Ehre wurde dem langjährigen WLSB-Präsidenten Klaus Tappeser zuteil. Die Vereins- und Verbandsvertreter beim Landessportbundtag ernannten den Präsidenten des Regierungspräsidiums Tübingen einstimmig zum Ehrenpräsidenten des WLSB. Tappeser führte den Sport-Dachverband von 2001 bis Ende 2016 – und damit länger als jeder seiner Vorgänger seit der Verbandsgründung.

Der amtierende WLSB-Präsident Andreas Felchle hob in seiner Laudatio die zahlreichen Verdienste seines Vorgängers hervor: "Klaus Tappeser hat viele gesellschaftliche Veränderungen im Sport in den 15 Jahren als WLSB-Präsident mitgestaltet. Dabei hat er immer an die Anpassungsfähigkeit der Sportvereine in Württemberg geglaubt."

 

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