„Wir können den Öko-Check nur empfehlen“Solar

Der WLSB bietet für die Sportanlagen seiner Mitgliedsvereine einen Öko-Check an. Der TSV Frickenhausen hat dieses Angebot genutzt

Das Urteil ist eindeutig. „Der Öko-Check des WLSB hat uns sehr geholfen“, sagt Dietmar Schaich. Und dann fügt das Vorstandsmitglied für Inventar des TSV Frickenhausen
noch an: „Wir können den Check nur weiterempfehlen.“
Vor fünf Jahren hatte sich der Öko-Check-Berater Matthias Schwing das Vereinsheim des TSV Frickenhausen inklusive Funktionsräumen, Gaststätte und Geräteschuppen angeschaut. Vor allem die Heizung war nicht mehr auf dem aktuellsten Stand. Bei der Besichtigung und der anschließenden Besprechung seien viele Dinge noch angesprochen worden, „an die wir nie gedacht hätten“.
Der WLSB bietet seinen Mitgliedsvereinen sowie privaten und kommunalen Trägern von Sportstätten einen Öko-Check an – ein Bestandsaufnahme aller gebäudeund betriebstechnischer Bereiche mit dem Ziel Kosten einzusparen, die Anlagen technisch anzupassen und letztlich Ressourcen zu schonen. Bei einer Begehung und Begutachtung werden die für die Sportanlage passenden Möglichkeiten zur Verringerung des Energie- und Wasserbedarfs ausgewertet. So dient der Öko-Check als eine Art Fahrplan für den ökonomischsten Weg, Sportstätten zu betreiben. Daraus können außerdem förderfähige Baumaßnahmen abgeleitet werden.

Warmes Wasser durch Solarenergie

Im Falle des TSV Frickenhausen wurde eine Wassertherme mit einem Pufferspeicher samt einer 15 m² großen Solaranlage erbaut. Die wurde auf dem Geräteschuppen hinter dem Vereinsheim installiert und Richtung Süd-Südwest ausgerichtet. „Weil der Schuppen in einem Waldeck steht, müssen wir morgens und mittags die Sonne einfangen“, erläutert Schaich. Dies gelingt sehr gut. „Wenn im Sommer das Wasser im Puffer bis zu 80 Grad heiß ist, dann reicht dies komplett“, berichtet Schaich, „im Sommer kommen wir komplett ohne Öl aus.“
Das Wasser zum Duschen läuft in Schleifen durch den 950 Liter fassenden Pufferspeicher und wird dabei aufgeheizt. Schwierigkeiten gab es lediglich am Anfang in der Übergangsphase im Frühjahr und Herbst. Dann sei das Wasser nur etwa 60 Grad warm gewesen und die Ölheizung zu spät angesprungen. „Nach ein paar Feinjustierungen gibt es jetzt keine Probleme mehr“, sagt Schaich. Und seit die Anlage problemlos läuft, hat auch der Kassier Wolfgang Härle seine Freude an der Anlage. Ein Drittel beträgt in etwa die Einsparung. Statt wie früher zwischen 3000 bis 3500 Liter Heizöl verbraucht die neue Heizung nur noch etwas mehr als 2000 Liter.

Umbau senkt Energiekosten

Die zweite Umbaumaßnahme betraf die Stromversorgung speziell der Gastronomie. Eine neue Kühltheke mit Schubladen wird über eine zehn Quadratmeter große Photovoltaikanlage mit Energie versorgt.
Etwa 38.000 Euro haben den TSV Frickenhausen die Sanierungsarbeiten gekostet. Doch die sind schon nach wenigen Jahren wieder eingespart. Dies ist auch die Intention, die hinter dem Öko-Check steckt. „Die Investitionen sollten sich nach spätestens acht bis zehn Jahren wieder amortisiert haben“, sagt Experte Schwing. Nach seiner Erfahrung hänge das Umweltbewusstsein immer am Geldbeutel. „Je höher die Energiekosten, desto eher kommen die Vereine“, lautet seine generelle Regel.
In Frickenhausen ist man bei Turn- und Sportverein trotz anfänglichen Widerstandes jedenfalls mehr als glücklich, den Öko- Check vor fünf Jahren mitgemacht und anschließend die vorgeschlagenen Änderungen umgesetzt zu haben. Vorstandsmitglied Dietmar Schaich sagt stolz: „Wir machen auch etwas für die Umwelt.“

Klaus-Eckhard Jost

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