Der Bundesrat hat dem Vorschlag der Bundesregierung zur Modernisierung der Sportanlagenlärmschutzverordnung (SALVO) zugestimmt. Damit werden die bisherigen Ruhezeiten (reduzierte Grenzwerte) zwischen 20 und 22 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen zwischen 13 und 15 Uhr um fünf Dezibel erhöht. Es gelten dann die gleichen Richtwerte wie tagsüber. Im Gegenzug werden die Lärmschutzwerte über Nacht in urbanen Gebieten verschärft. Die Vorgaben am Morgen zwischen 6 und 8 Uhr werden nicht verändert.

„Die längst überfällige Modernisierung der SALVO sorgt für einen besseren Interessensausgleich zwischen Anwohnern und Sport“, erklärt WLSB-Präsident Andreas Felchle. Angesichts des veränderten Freizeitverhaltens sei diese Anpassung für die Sportvereine ein Schritt in die richtige Richtung.

Ein weiterer Kernpunkt der neuen SALVO ist mehr Rechtssicherheit für den Altanlagenbonus von Sportstätten, die vor 1991 entstanden sind. Diese können nun auch bei einer Sanierung die alten Richtwerte beibehalten.

Einen Schritt weiter sei man nun außerdem  bei der Privilegierung von Kinderlärm. Hierfür wurde ein Beschluss vom Bundesrat angenommen, in dem die Bundesregierung gebeten wird, im Bereich Kinderlärm schnell Regelungen mit den Ländern zu schaffen. „Besonders für Kinder ist es wichtig, dass die nah bei ihrem Wohnort Sport treiben können, denn sonst tun sie es im Zweifel gar nicht“, betont Andreas Felchle. Und das gelte nicht nur für Vororte und Stadtränder, sondern genauso für den Stadtkern. Daher verfolge der WLSB-Präsident den weiteren Verlauf der Gespräche mit großem Interesse.

Mit dem Beschluss des Bundesrats findet ein mehrjähriger Diskussionsprozess um Dezibelwerte von Sportanlagen sein vorläufiges Ende. Nach Zustimmung der angepassten SALVO  durch die Bundesregierung dürfte die Verordnung somit spätestens im Juli in Kraft treten.

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